

Buy Red Famine: Stalin's War on Ukraine by Applebaum, Anne online on desertcart.ae at best prices. ✓ Fast and free shipping ✓ free returns ✓ cash on delivery available on eligible purchase. Review: Most important book, the historical truth about the Holodomor, genocide by starvation of the Ukrainian nation. Review: It explains why and what’s happening today in Ukraine.



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| Customer reviews | 4.8 4.8 out of 5 stars (1,045) |
| Dimensions | 13.03 x 3.12 x 20.07 cm |
| Edition | Illustrated |
| ISBN-10 | 0804170886 |
| ISBN-13 | 978-0804170888 |
| Item weight | 558 g |
| Language | English |
| Print length | 608 pages |
| Publication date | 4 September 2018 |
| Publisher | Anchor |
R**X
Most important book, the historical truth about the Holodomor, genocide by starvation of the Ukrainian nation.
G**S
It explains why and what’s happening today in Ukraine.
A**R
Im Frühjahr und Sommer 1933 lag über den Dörfern der Ukraine eine gespenstische Stille. Pferde und Rinder, Schweine und Hühner, Hunde und Katzen waren spurlos verschwunden. In den Häusern dämmerten ausgemergelte Gestalten dahin, denen die Kraft für die Feldarbeit fehlte. Das Ackerland blieb auch deshalb unbestellt, weil die Bauern kein Saatgut besaßen. Seit Monaten herrschte Hunger in der Ukraine, einem Land, das seit alters her für die Fruchtbarkeit und reichen Erträge seiner Böden bekannt war. Der menschliche Verstand sträubt sich gegen die Vorstellung, dass Millionen ukrainischer Bauern verhungerten. Wie konnte es dazu kommen? Anne Applebaum hat diese Frage in den Mittelpunkt ihres Buches gestellt. Wie schon in ihrem Buch über das Gulag-System führt Applebaum ihren Lesern die Schrecken der Stalin-Zeit vor Augen. Die Große Hungersnot von 1932/33 war die schlimmste humanitäre Katastrophe, die die Sowjetunion zu Friedenszeiten erlebte. Nicht nur die Ukraine war von dieser Katastrophe betroffen, sondern auch andere Regionen, der Nordkaukasus, das Wolga-Gebiet und Kasachstan. Die Zahl der Opfer kann auch nach den intensiven Forschungen der jüngeren Zeit nur annähernd bestimmt werden. Neueren Berechnungen zufolge verhungerten allein in der Ukraine rund 3,9 Millionen Menschen. Der Streit um das "richtige" historische Verständnis der Hungersnot belastet seit Jahren das Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland. Obgleich die Hungersnot auch in der Russischen Sowjetrepublik Hunderttausende Opfer forderte, ist sie im Geschichtsbewusstsein der heutigen Russen kaum präsent. In der Hierarchie der Opfer rangieren die Hungertoten weit hinter den Gefallenen des Zweiten Weltkrieges und den Verfolgten des Großen Terrors von 1937/38. In Russland werden die bäuerlichen Opfer von Zwangskollektivierung, Entkulakisierung und Hungersnot schulterzuckend als Kollateralschäden der sozialistischen Modernisierung abgetan. Anders ist es in der Ukraine: Dort wird die Hungersnot als eine Form von Völkermord verstanden, als bewusst und gezielt herbeigeführter Aderlass, der den Widerstand der Ukrainer gegen Stalins diktatorische Herrschaft brechen sollte. Auch Anne Applebaum betont die politischen Dimensionen der Hungerkatastrophe. Der große Vorzug des Buches besteht darin, dass die Hungersnot nicht als isoliertes Ereignis betrachtet, sondern umfassend in die Geschichte Russlands und der Sowjetunion eingebettet wird. Sowohl die Zaren als auch die Kommunisten sahen in der Ukraine nichts anderes als eine Kornkammer, die das Imperium mit Nahrungsmitteln zu beliefern hatte. Die Ukrainer galten seit jeher nicht als eigenständiges Volk, und das Recht auf staatliche Unabhängigkeit wurde ihnen abgesprochen. Zu Beginn der 1920er Jahre machten Lenin und die Bolschewiki zwar einige Zugeständnisse an das Nationalgefühl der Ukrainer, besonders im Bildungswesen und in der Kultur. Doch in Moskau herrschte stets Misstrauen gegenüber den Ukrainern. Nach den Wirren der Revolutions- und Bürgerkriegszeit stand für die Bolschewiki fest, dass die ukrainischen Bauern aufsässig und politisch unzuverlässig seien, dass die Ukraine ausländischen Feinden als Einfallstor nach Russland diene. Wachsamkeit war daher angeraten und vor allem ein energisches Vorgehen gegen jegliche Versuche der Ukrainer, die straffe Kontrolle durch Moskau zu lockern oder gar abzuschütteln. Der Gedanke, die Ukraine könnte "verlorengehen", gehörte zu Stalins schlimmsten Albträumen. Der Verlust der Ukraine hätte die Sowjetunion zweifellos nachhaltig geschwächt. Als Stalin Ende der 1920er Jahre den Entschluss zur Zwangskollektivierung der Landwirtschaft fasste, begann eine verhängnisvolle Entwicklung, die schließlich in die Hungersnot von 1932/33 mündete. In der Ukraine war der Widerstand gegen die Zwangskollektivierung besonders heftig. Für Stalin war der bäuerliche Widerstand nichts anderes als "Terror" und "Konterrevolution". Die Gewaltmaßnahmen und die ausbeuterische Politik des Regimes stürzten die Landwirtschaft in eine schwere Krise. Hunderttausende Bauern wurden deportiert. Den neugegründeten Kolchosen wurden übertrieben hohe Abliefermengen für Getreide und andere Nahrungsmittel auferlegt. Selbst nach der schlechten Ernte von 1931 wurden die Kolchosen weiter ausgepresst, um die Versorgung der Städte und Industriezentren und den Getreideexport sicherzustellen. "Beschaffungsbrigaden" fielen über die Dörfer her. Sie raubten den Bauern alles Essbare und sogar das Saatgetreide. Stalin kannte kein Erbarmen. Im Frühjahr 1933, als die Hungerkatastrophe ihren Höhepunkt erreichte, legte er in einem Brief an den Schriftsteller Michail Scholochow seine Sicht der Dinge mit brutaler Offenheit dar: Die Bauern der Ukraine hätten einen "Krieg gegen die Sowjetmacht" vom Zaun gebrochen; sie seien an ihrem Elend selbst schuld. Seit Anfang 1932 war abzusehen, dass in der Ukraine und anderen Regionen eine Hungersnot drohte. Die Moskauer Führung tat jedoch nichts, um das Unheil abzuwenden. Weder reduzierte sie die Ablieferquoten der Kolchosen, noch schickte sie Lebensmittel in die Hungergebiete. Über den Hunger wurde öffentlich nicht gesprochen, und das Ausland wurde nicht um Hilfe gebeten (anders als bei der Hungersnot von 1921/22). Schließlich wurde die Ukraine abgeriegelt, um die verzweifelten Bauern an der Abwanderung in andere Regionen zu hindern. Stalin war überzeugt davon, dass sich in der Ukraine Bauern und Intellektuelle gegen den Sowjetstaat verschworen hätten. Deshalb führte er in den Jahren des Hungers eine Kampagne gegen alle Kräfte, die als Wortführer des ukrainischen Nationalismus galten. Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen wurden ebenso gesäubert wie die Kommunistische Partei der Ukraine, an deren Gefolgschaft Moskau zunehmend zweifelte. Stalin erreichte sein Ziel: Mitte der 1930er Jahre ging von der Ukraine keine wie auch immer geartete Bedrohung für seine Herrschaft und "sein" System mehr aus. Applebaum schließt sich jenen westlichen und ukrainischen Historikern an, die die Hungersnot als menschengemachte Katastrophe betrachten. Stalin habe die aufsässigen Ukrainer bestrafen und disziplinieren wollen. Diese Argumentation ist überzeugend. Die Quellenlage lässt eine andere Interpretation kaum zu. Jene Kapitel des Buches, die das Hungern und Sterben in den Dörfern der Ukraine schildern, bieten eine erschütternde und beklemmende Lektüre. Applebaum schöpft aus dem umfangreichen Fundus von Erlebnisberichten, die die internationale Forschung in den letzten Jahrzehnten zusammengetragen hat. Abgesehen von Kriegen und Bürgerkriegen gibt es wohl nichts, was eine Gesellschaft so sehr zerrüttet und traumatisiert wie eine große Hungersnot. Mit ihrem Buch rückt Anne Applebaum eine Katastrophe ins allgemeine Bewusstsein, die im Vergleich mit anderen Schrecken der Stalin-Zeit noch immer zu wenig Aufmerksamkeit erfährt. Applebaum gibt den Tätern einen Namen und den Opfern eine Stimme. Das Leid der ukrainischen Landbevölkerung wird auf bedrückende Weise erlebbar; es bleibt nicht abstrakt wie in rein wissenschaftlichen Darstellungen. Es lässt sich darüber streiten, ob die vom Sowjetregime verschuldete Hungersnot in der Ukraine als Völkermord einzustufen ist. Nicht bestreiten lässt sich hingegen, dass diese Hungersnot zu den großen Tragödien des 20. Jahrhunderts zählt.
C**N
The books of Anne Applebaum are what we need the most.
C**S
Such an important book. A must read for anyone trying to understand Russia’s full scale invasion of Ukraine in 2022.
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